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Die sykotische Gruppe:
Die Sykose oder die Theorie zu den chronischen Krankheiten abgeleitet von der Feigwarzenkrankheit Teil 2
Inhaltsverzeichnis
Symptomatik der Gonorrhoe
Die Feigwarzenkrankheit
Die Sycose bzw. Sykose
Laut Hahnemann entspricht die Sykose der Feigwarzenkrankheit bzw. der Folge der Gonorrhoe:
“...welche gewöhnlich, doch nicht immer, unter Ausfluß einer Art Tripper aus der Harnröhre, nach geschehner Ansteckung..., auch wohl nach vielen Wochen ausbrechen kann....” “...Bei dieser Art Tripper ist der Ausfluß vom Anfange dicklich eiterartig, das Harnen wenig schmerzhaft...” Hahnemann, Die chronischen Krankheiten, Band 1.
Hahnemann bezeichnete die Feigwarzenkrankheit als eine seltener werdende Krankheit, was wir heutzutage nicht bestätigen können. Die Gonorrhoe ist weltweit die häufigste Geschlechtskrankheit (25Mio. Neuansteckungen pro Jahr), die den Boden für manche Papilloma-Viren darstellt. Daher sollen beide Krankheiten näher betrachtet werden.
Die Ursprungskrankheit Tripper heißt auch Gonorrhoe. Eine andere moderne Tripperform ist die Chlamydieninfektion. Die Infektion kann Generationen zurückliegen (hereditäre, vererbte Form) oder klassisch stattgefunden haben. Ersteres würde bedeuten, dass diese Krankheit eventuell genetische Veränderungen hervorgerufen hat. Andererseits können Patienten tatsächlich die Symptome der Gonorrhoe aufweisen, ohne sich je selbst infiziert zu haben, noch dass ein solcher Fall bei den Vorfahren bekannt ist.
Was ist aber eine Gonorrhoe? Der Erreger dieser meldepflichtigen Krankheit heißt Neisseria gonorrhoeae. Neisserias sind gramnegative unbewegliche , in Paaren, (nebeneinanderliegend ) angeordnete Bakterien, sog. Diplokokken der Fam. Neisseriaceae, darunter der Neisseria gonorrhoeae und meningitidis. Wirt ist der Mensch, Übertragung findet durch Kontaktinfektion, geleg. bei der Geburt, statt. Inkubationszeit meist zwischen 2 und 7 Tagen. Die Infektion hinterlässt keine Immunität. Bei jeder Gonorrhoe sollte zusätzlich an Chlamydien gedacht werden. Vor allem sollte immer eine Syphilis als Zweitinfektion serologisch ausgeschlossen werden. Wenn wir die Symptome dieser Krankheit genauer betrachten, dann wissen wir, was Sykose für den Therapeut bedeutet. :
Symptomatik der Gonorrhoe
Bei der Frau symptomarm in 50-60% der Fälle. Häufigkeit in der Reihenfolge der klinischen Manifestationen bei Frauen: Urethritis (mit eitrigem Ausfluß=Fluor), Brennen beim Wasserlassen, Bartholinitis, Zervitis, Endometritis, Vulvovaginitis gonorrhoica, Salpingitis, kolikartige Schmerzen, peritonitische Zeichen, hohes Fieber, Pharyngitis, Konjunktivitis, seltene Sepsis, eitrige einseitige Arthitiden. Komplikationen: Perioophoritis, Tubovarialabszeß, chron. Adnexitis mit Spätfolgen wie Sterilität, Tubargravidität, Ovarialtumor (Stielgedrehter), perforierte Appendicitis.
Beim Mann symptomarm in ca. 30% der Fälle. Jucken oder Brennen beim Wasserlassen, eitriger Ausfluß (Bonjourtropfen), fischiger Absonderungen. Komplikationen: Epididymitis, Prostatitis, Orchitis, Spermatozystitis, bei beiden (Mann und Frau) Sterilität. Pharyngeale Manifestationen, Gonoblennorrhoe wie Conjunctivitis, Ophthalmia neonatorum (eitrige Bindehautentzündung), Meningitis, Arthritis meist einseitig, Endocarditis, Hautläsionen, benigne Gonokokkensepsis d.h.: -Fieber, - Arthralgien, - Hauterscheinungen wie hämorrhagische Pusteln akral oder in Gelenknähe, lokale Vaskulitis.
Die Feigwarzenkrankheit
Die Feigwarzenkrankheit (Condylomata acuminata) ist viraler Genese. Der Erreger ist der Papillomavirus (HPV), von dem mittlerweile über 60 Sorten entdeckt worden sind. Die HPV-Typen können folgende Tumoren auslösen: Hautviruswarzen, Anogenitale Warzen, Schleimhautwarzen und maligne Tumoren [Bowenca., Penis-Vulvaca., Zervixca., Larynxca. und Zungenca. Es gibt klinisch sichtbare Warzen und subklinische Warzen, die nur mikroskopisch feststellbar sind. Die Feucht-Feigwarzen wachsen gern auf dem Boden eines Traumen und Infektion wie Balanitis, Phimose, Urethritis, Fluor vaginalis, Intertrigo (rote erosive juckende brennende Hautveränderungen in den Körperfalten bes. bei Säuglingen [Windeldermatitis] adipösen Menschen und Diabetikern), Hämorrhoiden, Analekzem. Auch nach chemischer, physikalischer oder operativer Entfernung geht man davon aus, dass die Viren im Körper weiterleben, sich aber passiv verhalten .
Zurück zur Sykose: Ich denke, dass diese beiden Krankheiten im Zusammenhang betrachtet, beinahe alle potentiellen Symptome und Erkrankungen eines sykotsichen Patientes beschreiben. Bevor ich jedoch nochmals die Charakteristika der Sykose aufliste, möchte ich zu bedenken geben, dass die Sykose (als Miasma) praktisch in nahezu 90% der Bevölkerung vorhanden ist.
Heutzutage sieht man davon ab, die Patienten mit Sykose-Symptomen sofort mit Sulfur zu behandeln, wie Hahnemann dies früher tat. Hahnemann fand die Sykose häufig in Verbindung mit der Psora vor, weniger in Verbindung mit der Syphilis. Dies ist heute nicht mehr der Fall. Patienten kommen immer häufiger mit viele Miasmenschichten in die Praxis. Wir dürfen nicht die Vakzinose, die Tuberkulose und die Carcinose vergessen. Somit steht ein Patient u. Umstände mit einer 6-fachen Last vor dem Therapeut. Der Therapeut soll dennoch in der Lage sein, die verschiedenen Miasmen zu erkennen und zu behandeln.
Die Sycose oder Sykose
Das Voranschreiten der sykotischen Krankheit erfolgt oft in Stadien. Die hereditäre (nicht die akute) Sykose kann folgende Stadien aufweisen:
Stadium 1: - Dicklich-gelbe Ausfluss/Auswurf
- - frühe Leukorrhoe bei Mädchen
- - Ophthalmia neonatorum
- - Fischgeruch über alle Stadien hinweg
- Stadium 2: -Verschwinden der Symptome aus Stadium 1 (ohne homöopathische Behandlung oder
durch Unterdrückung)
- - Entzündungen wie Rheuma, Synovitis, Halsentzündungen, Gicht
- - verstopfte Nase
- - Tendenz zur Erkältungen
- - Bronchialasthma mit Schleimbildung...
- Stadium 3: - Auftreten der für die Sykose typischen Geschwüre
- - Warzen der sykotischen Art (flach bis blumenkohlförmig, eher hart). Im Unterschied zu sykotischen Warzen sind psorische Warzen juckend, die syphilitischen auch tuberkulinischen Warzen sind behaart und bluten leicht.
- - Polypen
- - Nierensteine, Gallensteine...
- Das sykotische Miasma ist blockierend, erstickend. Die sykotischen Krankheiten entwickeln sich meist langsam. Der Patient stirbt aber plötzlich.
- Allgemein zur Sykose gehörend auch: Fisteln, Entzündungen, Abszesse, Geschwürre. Mongolismus, Missbildungen (z.B. 3 Nieren...), Hasenscharte, Herzfehler, Hämangiome, Muttermale, Vorfall, Ptose, Ödeme, alle Arten langsam wachsender Tumore, Zysten, Polypen, dicklich-gelber Ausfluß (Nase, Ohr, Scheide, Auswurf...).
- Die Symptomatik im Einzelnen wird stichpunktartig aufgelistet:
- Gemüt: Verwirrtheit, Alzheimer-, Parkinson-Krankheit (beide auch syphilitisch), schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Suchtneigung, introvertiert, nachtragend, Feigheit, Workalkoholic, Minderwertigkeitskomplexe, Ängste wie Lampenfieber (wegen Feigheit), Angst vor Verantwortung (kann auch syphilitisch oder psorisch sein, dann jedoch mit anderen Konsequenzen ).
An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zum Thema Angst: - Angst vor Neuem aufgrund fehlenden Vertrauens oder aus Mangel an Vorstellungskraft, aber auch Prüfungsangst, bzw. Angst es nicht zu schaffen ist eher psorisch. - Bindungsangst i.V. mit Freiheitsdrang ist eher tuberkulinisch . - Angst vor Blamage (hervorgerufen durch Feigheit bzw. Minderwertigkeitskomplex), Angst im Dunkeln ist eher sykotisch. - Todesangst, unerträgliche Angst in Verbindung mit Selbstmordgedanken ist eher syphilitisch.
Kopf: Zysten, Warzen, Kopfschmerzen einseitig am Hinterkopf, trockenes Haar.
Augen : Augenliderptosis, Hornhautgschwüre, Tendenz zu Gerstenkörnern.
Ohren: Tubenkatarrh, erhöhte Schmalzproduktion, Fischgeruch, dicklicher, gelber, übelriechender Ohrausfluss, Schwerhörigkeit.
Nase: Chronisch verstopfte Nase, Tendenz zu Erkältungen.
Gesicht: Blaß, gelblich, fleckig (psorisch eher rote Lippen, tuberkulinisch eher Rötung des Gesichtes mit Wallungen zum Kopf)
Mundhöhle: Gelbe, verfallende Zähne.
Verdauung: Gicht, Gastritis, übermässiges Verlangen nach warmem Essen, nach fettem Fleisch (gichtartige Beschwerden), Colitis mit gelbem Schleim im Stuhl, Divertikulitis, Diarrhoe mit schleimigem, wässrigen Stuhl.
Harnorgane: Nierenstein, Nierenkolik, Blasenreizung bei der Menstruation, trüber und dunkler Urin (kann Blut enthalten).
Prostata: Prostatitis
Männliche Genitalien: Hämorrhoiden, Hoden- und Nebenhodenentzündungen, Bonjour-Tropfen (gelbeitrig), Sterilität.
Weibliche Genitalien: Eileiterentzündungen, Gebärmutterschleimhautveränderungen. Die Blutungen sind dunkel, klumpig, fadenziehend, übelriechend. Krampfartige, kolikartige Schmerzen. Scheidenentzündungen, Kinderlosigkeit.
Herz/Kreislauf: Hypertonie, Mikrothrombosierung, Aortenaneurysma.
Bewegungsapparat: Arthritis, Gicht, eine Knochenabnutzung ist eher psorisch, Entzündungen sykotisch, Auflösungen syphilitisch.
Schmerzen: An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zum Thema Schmerzen:
Psorische Schmerzen : Brennend-stechend, Verschlimmerung bei Ruhe, Linderung durch Bewegung. Tuberkulinische Schmerzen: Eher pulsierend Schmerzen. Sykotische Schmerzen: Reißende, ziehende, zerschlagende Schmerzen. Verschlimmerung tagsüber und bei Kälte, Linderung am Meer. Syphilitische Schmerzen: Verschlimmerung in der Nacht, Linderung im Gebirge.
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